HRLKN Harry

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Februar 14, 2023
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3 min read
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Auch musikalisch versuche ich in diesem Jahr neue (alte) Wege zu beschreiten. Nachdem ein Großteil meiner Veröffentlichungen aus dem Rap- bzw. Hip-Hop Genre kommt, möchte ich mich wieder anderweitig mit der Musik beschäftigen. Da meine musikalsichen Vorlieben sich schon immer weitreichend von Klassik, Jazz, Swing, Film- oder Spiele-Soundtracks, Elektro, Punk, Metal, Rock, Pop, usw. bewegen, versuche ich mich völlig frei zu machen von einem Genregedanken und konzentriere mich nur noch auf das Gefühl.

Hierfür wechsle ich (vorerst) die Sprache von Deutsch zu Englisch. Der Grund dafür ist, dass mein persönliches Stimmgefühl sich beim Singen von englischen Texten einfach besser kontrollieren lässt (liegt wohl auch einfach daran, dass ich kein professioneller Sänger bin und keine Ahnung von meiner Stimme als Instrument habe - ich folge immer nur meiner Intuition). Vor allem möchte meine Stimme wieder mehr nutzen — mehr singen und nicht nur "rappen".

Vielleicht wird es auch etwas tanzbarer, vielleicht auch nicht, vielleicht wird es rockiger, vielleicht auch nicht. Fest steht nur mein verrückter Plan, jeden Monat zum 23. (Ja richtig, 23. nicht 13. - nachdem der Beitrag veröffentlicht war, meldete sich meine "spirituelle Beraterin" und riet mir zu dem Datumswechsel - ich bin gewillt diesen Rat anzunehmen, mehr dazu vielleicht ein anderes mal) einen neuen Track parat zu haben. Neben dem normalen Alltag privat und im Studio wird dies zwar sehr schwierig, aber einen Versuch wert.

Das aktuelle Release für den Februar "Make Me Cry" ist nun seit gestern überall zu streamen. Und da ich als "Rapper" definitiv in den Bereich "Conscious Rap" gehöre, wird dies auch in den neuen Songs das Leitmotiv bleiben — wie immer weniger politisch, jedoch wieder persönlich und sozialkritisch.

Der aktuelle Track thematisiert die toxische Beziehung meiner Eltern. Eine Ehe die auf einem Missverständnis und kulturellen Zwängen basierte und sich fortan in eine Art Gefängnis für beide entwickelte. Während der Vater sich mit Alkohol in hoffnungsvolle Rauschträume stürzt, flieht die Mutter in eine fanatische Gottestreue.

Dank der Musik (als auch der Kunst an sich oder dem Design) kann ich meine Erfahrungen ästhetisch verarbeiten, um als Mensch im sonstigen Alltag funktional zu bleiben. In den letzten 20 Jahren traf ich immer wieder auf Charaktere, denen ein solches Ventil zur Verarbeitung zu fehlen scheinte. Dies wirkte sich oft negativ auf die zwischenmenschliche Interaktion im Teamgefüge aus. Die häufigsten Prozessprobleme in einem Projekt waren somit stets Ego gesteuert. Doch dies ist ein anderes Thema für einen zukünftigen Beitrag.

Viel Spass beim hören. Und findet Euer Ventil :*

P.S.

Hier ist einer meiner ersten professionellen Songs überhaupt. Damals 2006 aufgenommen im Studio von Medienproduktion 2.0 — Myself:

© 2023 Artfatale Studio

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